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Mit dem Forwarddarlehen die Zinsen von heute für morgen sichern


Ihr wollt von den derzeit historisch niedrigen Bauzinsen profitieren, das Ende Eurer bisherigen Sollzinsbindung liegt jedoch noch weiter als 12 Monate in der Zukunft? Mit einem Forwarddarlehen könnt Ihr Euch bis zu 5 Jahre im Voraus die aktuell günstigen Zinskonditionen für Eure Anschlussfinanzierung sichern. Ein umfassender Finanzierungsvergleich hilft Euch dabei, die richtige Lösung für die Weiterführung Eures Darlehens zu finden.


Was ist ein Forwarddarlehen?

Das Forwarddarlehen ist eine besondere Form des klassischen Annuitätendarlehens, welche hauptsächlich für die Anschlussfinanzierung von Immobilienkrediten genutzt wird. Während herkömmliche Anschlussfinanzierungen nur bis zu 12 Monate vor Ablauf der aktuellen Sollzinsbindung abgeschlossen werden können, ist bei Forwarddarlehen eine Vorlaufzeit, auch Forwardperiode genannt, von bis zu 60 Monaten möglich. Auf diese Weise können die heutigen Hypothekenzinsen für die Zukunft reserviert werden. Auch wenn das Marktzinsniveau bis zur Auszahlung des Darlehens gestiegen ist, gelten für die gesamte Laufzeit der Finanzierung die vorab vereinbarten Konditionen. Im Zeitraum zwischen dem Vertragsabschluss und dem gewählten Laufzeitbeginn, zu dem die Auszahlung des Darlehens erfolgt, fallen für die Anschlussfinanzierung mit einem Forwarddarlehen keine Kredit- oder Bereitstellungszinsen an. Allerdings berechnen die meisten Finanzierungspartner für jeden Monat der Vorlaufperiode einen geringen Aufschlag auf den aktuellen Zinssatz, sodass dieser in der Regel umso höher ist, je weiter der Auszahlungstermin in der Zukunft liegt. Die Sollzinsbindung beginnt bei einem Forwarddarlehen erst nach Ablauf der Forwardperiode mit der Vollauszahlung des Darlehens - im Gegensatz zu einem Immobilienkredit mit langer bereitstellungszinsfreier Zeit, bei dem diese bereits mit Vertragsabschluss beginnt. Eine solche, häufig auch als unechtes Forwarddarlehen bezeichnete Finanzierung wird meist mit einem geringeren Zinszuschlag versehen als ein echtes Forwarddarlehen, weshalb auch sie, abhängig von der Ausgangssituation des Kreditnehmers, als Variante für die Anschlussfinanzierung interessant werden kann. Zu beachten ist allerdings, dass sich der Zeitraum, innerhalb dessen Zinssicherheit für die Rückzahlung des Darlehens genossen wird, bei dieser Finanzierungsform entsprechend der Länge der Vorlaufzeit verkürzt – bei einer Forwardperiode von 24 Monaten verringert sich die Tilgungszeit eines Immobilienkredits mit 10 Jahren Sollzinsbindung auf 8 Jahre ab Auszahlung. Hingegen steht dem Kreditnehmer beim echten Forwarddarlehen die volle Zeit der Sollzinsbindung für die Tilgung der Finanzierung zur Verfügung, wodurch sich die Planungssicherheit erhöht. Welche Darlehensvariante für Eure Anschlussfinanzierung am besten geeignet ist, hängt neben persönlichen Faktoren wie der Dauer bis zum Auslaufen der bisherigen Finanzierung und der gewünschten neuen Laufzeit auch von der aktuellen Angebotslage ab. Es kann sich lohnen, frühzeitig mit der Planung für die Weiterführung des Baukredits zu beginnen und Angebote zu vergleichen. Ist das Zinsniveau derzeit niedrig, steigt aber in den Monaten bis zur Auszahlung Eures Darlehens an, könnt Ihr Euch mit einem Forwarddarlehen die günstigen Zinsen von heute für die Zukunft sichern und sparen. Wie bei einer herkömmlichen Anschlussfinanzierung könnt Ihr auch das Forwarddarlehen entweder beim bisherigen Finanzierungspartner oder bei einer anderen Bank abschließen.

Welche Vor- und Nachteile hat ein Forwarddarlehen?

Der größte Pluspunkt des Forwarddarlehens liegt auf der Hand: Sind die Zinsen beim Abschluss des Vertrages besonders günstig und steigen, wie erwartet, innerhalb der Vorlaufzeit über den vereinbarten Forwardaufschlag hinaus an, spart Ihr Kosten bei Eurer Anschlussfinanzierung. Von Vorteil ist ebenfalls, dass innerhalb der Forwardperiode keine Bereitstellungszinsen oder andere Kreditkosten anfallen. Nicht zuletzt ist auch die mit dem Forwarddarlehen einhergehende große Planungssicherheit ein gutes Argument dafür, sich eingehender mit dieser Finanzierungsform auseinanderzusetzen – schon heute zu wissen, wie hoch die monatliche Rate für den Immobilienkredit nach Ablauf der aktuellen Sollzinsbindung ist, kann Euch sorgenfreier in die Zukunft blicken lassen. Auf der Kontraseite bindet Ihr Euch mit einem Forwarddarlehen außergewöhnlich weit im Voraus an Zinssatz und Finanzierungspartner, was immer auch mit einem Risiko behaftet ist: dem Risiko, dass die allgemeinen Marktzinsen wider Erwarten sinken können. In diesem Fall seid Ihr an den Darlehensvertrag gebunden und müsst die beim Abschluss vereinbarten, höheren Zinsen zahlen oder aber eine Nichtabnahmeentschädigung an die Bank leisten. Ein weiterer Nachteil ist der Forwardaufschlag, den die meisten Finanzierungspartner pro Monat der Forwardperiode für die Reservierung des günstigen Zinssatzes veranschlagen. Da der Zinsaufschlag umso größer ist, je länger der Forwardzeitraum ist, spielt die Dauer bis zum Ende der bisherigen Sollzinsbindung hier eine wichtige Rolle. Erfahrungsgemäß bestehen bei einer Vorlaufzeit von bis zu 24 Monaten sehr gute Möglichkeiten, eine günstige Finanzierung zu erhalten, während ab 36 Monaten aufwärts ein Forwarddarlehen nur beschränkt zu empfehlen ist, da teilweise sehr hohe Aufschläge verlangt werden. Sinnvoll ist ein Forwarddarlehen dann, wenn die Marktzinsen vom vorzeitigen Abschluss bis zur Auszahlung der Anschlussfinanzierung stärker zulegen als der Forwardaufschlag. Wahrscheinlich ist dies in einer Niedrigzinsphase, wenn die Zinsen also deutlich unter dem historischen Durchschnitt liegen und ein Anstieg in naher Zukunft erwartet wird. Aktuell bewegen sich die Bauzinsen noch immer auf einem extrem niedrigen Niveau, sodass die Voraussetzungen für den Abschluss eines Forwarddarlehens günstig zu sein scheinen. Da sich die Zinsentwicklung jedoch nie mit 100 %iger Sicherheit voraussagen lässt, bleibt immer ein Spekulationsrisiko, welches allerdings umso geringer ist, je näher der Auszahlungszeitpunkt des Darlehens liegt – schließlich ändern sich die Zinsen nicht von heute auf morgen um 5%. Ob sich ein Forwarddarlehen rechnet, hängt neben der allgemeinen Marktzinsentwicklung natürlich auch von der Höhe des Forwardaufschlags ab. Vor allem bei kurzen Vorlaufzeiten unter 24 Monaten sind die Zuschläge vieler Anbieter aktuell sehr gering. Gerade deshalb kann es sich lohnen, die Möglichkeit eines Forwarddarlehens in die Planung der Anschlussfinanzierung einzubeziehen, frühzeitig Angebote einzuholen und sorgfältig zu vergleichen.

Forwarddarlehen vergleichen mit dem Online-Baufinanzierungsvergleich

Mit einem Forwarddarlehen sichert Ihr Euch nicht nur gegen zukünftige Zinsschwankungen ab, sondern verschafft Euch auch Kalkulations- und Planungssicherheit für die Weiterführung Eurer Immobilienfinanzierung. Einen schnellen Überblick darüber, mit welchen Zinsangeboten für ein Forwarddarlehen Ihr rechnen könnt, erhaltet Ihr durch unseren kostenlosen Zinsrechner. Dazu müsst Ihr neben einigen Angaben zur Immobilie nur die Höhe der Restschuld, den gewünschten Auszahlungszeitpunkt, die monatliche Rate und die Dauer der neuen Sollzinsbindung für Eure Anschlussfinanzierung eingeben. Innerhalb von Sekunden vergleicht unserer praktischer Rechner für Euch die Angebote von über 400 Banken und Sparkassen, sodass Ihr nach nur wenigen Klicks eine Zinsspanne für ein mögliches Forwarddarlehen erhaltet. Ihr habt weitere Fragen zum Thema oder möchtet ein unverbindliches Angebot erhalten? Als erfahrene Finanzierungsexperten beraten wir Euch gerne umfassend und kostenfrei, damit Ihr die passende Lösung für Eure Anschlussfinanzierung findet.